Literarisches: Ausschnitt aus „Die Exhumierung der Magda Fietich“

Als Hobbyautor schreibe ich zurzeit und zwischendurch an einer kleinen Sammlung kurioser Kurzgeschichten. Hier der Anfang der ersten Geschichte…

Die Exhumierung der Magda Fietich

Ein grauer Novembervormittag. Nieselregen und fallendes Laub von den Buchen und Eichen, die den Friedhof säumten. Warum nur hatte man früher keine Nadelhölzer gepflanzt, als die höchstamt- und -priesterliche Entscheidung gefallen war, ausgerechnet dieses erwiesenermaßen sehr fruchtbare Stückchen Land zum Totenacker zu erklären? Ein kühler Wind blies feindselig um die Grabsteine, wirbelte die graugelben Blätter umher, wälzte sie um, drückte sie durch unbekannte Öffnungen hinein in die heilige Friedhofskapelle, vielleicht sogar hinein in die mit Särgen prall gefüllten Kühlkammern, in denen sich frisch gestorbene Leichname behutsam dem Verfall hingaben. Seit eh und je stirbt man im Herbst besonders fleißig.

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Franks Liederstunde – mp3’s

Hier eine kleine Sammlung eigener Lieder aus den letzten Jahren. Musik und Texte stammen ausschließlich aus meiner Feder; alle Instrumente (Gitarre, Bass, Mundharmonika, Keyboard, Gesang)  auf den Aufnahmen wurden von mir gespielt. Die Stücke haben Notiz- oder Democharakter und sind alles andere, als perfekt in Sachen Aufnahme, Klang oder Spieltechnik. Aber nett sind sie trotzdem.

Viel Spaß beim Anhören!

 

 

 

 

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Liederstunde: Liquid Sky

Im Jahr 2003 rief ich die Band Liquid Sky ins Leben, die mit wechselnden Besetzungen bis ca. 2014 existierte. Zu unseren besten Zeiten gaben wir regelmäßig Konzerte in den einschlägigen Lübecker Musikkneipen, und auch einmal auf dem Altstadtfest. Man kann sagen, dass ein bedeutender Teil der Lübecker Musikszene durch diese Band gewandert ist – aber leider nicht in der Lage oder willens war, dort zu beleiben. Hier eine kleine Sammlung einiger Songs dieser interessanten Band. Texte und Musik stammen alle von mir.

 

 

 

 

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Tipps zum Liederschreiben – Auf dem Weg zum guten Komponisten und Musiker

Weil sich der Geist frei entfalten können muss, ist es in aller Regel wenig nützlich, musiktheoretische Krücken (Quintenzirkel, das Fachbuch aus dem Musikgeschäft etc.) anzuwenden. Zu hoch ist die Gefahr, dass das Ergebnis gestelzt und konstruiert klingt.

Der beste Weg zu guten Rocksongs führt über das assoziative Gitarrenspiel (wahlweise auch ein anderes Instrument), bei dem Akkorde und Melodiefiguren gespielt werden, die einem gerade in den Sinn kommen. Früher oder später erscheinen brauchbare Songelemente, die dann – und jetzt kann die Musiktheorie kommen – zu einem komplett durchstrukturierten Song ergänzt werden. Wichtig dabei ist die Nichtanwesenheit anderer Personen, also eine weitestgehend ungestörte, meditative Atmosphäre, denn um etwas anderes als um eine Klangmeditation handelt es sich beim Komponieren im Grunde nicht. Schlechte Laune, eine deprimierte Stimmung, Trauer oder ähnliche Verstimmungen erweisen sich hier oft als hilfreiche Katalysatoren kreativer Prozesse. Also, wenn die Frau weg oder die Oma gestorben ist: nix wie ran an die Gitarre!

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